Über Arte Culinaria

Arte Culinaria ist eigentlich Kochkunst oder Küchenkunst. Ich möchte den gewählten Namen hier aber sehr weit fassen. Rezepte und Produkte stehen in meinem Blog, sicher. Aber es geht mir als passionierten Hobbykoch und Fotografen nicht darum, das Ergebnis von nachgekochten Rezepten in vollendeter Foodfotografie abzubilden. Das können andere, die das Können, die Ausrüstung und die Geduld haben, besser als ich. Worum es mir geht., ist die ganze Welt des Kochens in einzelnen Blogposts auszubreiten.

Darunter verstehe ich auch die künstlerische Fotografie von Produkten, wie sie vorbildlich Edward Weston ausgeübt hat, als er Paprikaschoten in Schwarzweiß darstellte. Oder die Fotografie von Küchengeräten und Möbeln, ich denke hier z.B. an Kerteczs Gabel, die er für eine Besteckfirma perfekt arrangierte und ablichtete.

Mir geht es nicht nur um die Fotografie, auch wenn sie neben dem Text den Schwerpunkt der Blogmedien hier ausmachen dürfte. Die Dichtkunst hat dem kulinarischen Genuss viele Denkmäler gesetzt, worauf ich hier ebenfalls eingehen werden. Man denke an die Feier der Oderbruchkrebse bei Fontane, die üppigen Schilderungen der Mahlzeiten, die Francoise in Marcel Prousts A la recerche du temps perdu auftischte. Babettes Fest, Zolas Käsesymphonie im Bauch von Paris, es gibt vieles was in der Dichtkunst wieder zu entdecken ist. Ich denke auch an Barthes Mythologie des Alltags, wo er Beefsteak und Pommes frites, die Klassiker der französischen Bistro-Cuisine, einer semiotischen Untersuchung unterwarf, was mich auf die Idee brachte, einmal eine semiotische Vergleichung französischer und deutscher Messerdesigns anzustellen.

Selbstverständlich wird es hier auch Rezepte und Produkte geben – hier gebe ich auch gleich einen klaren Hinweis, dass nicht gekennzeichnete Posts auch nicht gesponsert sind, sondern die Darstellung aus freien Stücken ohne irgendeine Kompensation erfolgte. Und ich muss noch einen Hinweis nachliefern: ich folge keiner Schule, Steinzeit, low carb, vegan… ich lasse jedem seine Seligkeit, mir geht es hier um eine künstlerische Spiegelung der abendländischen Küchenkultur in all ihren Ausprägungen – mit gelegentlichen Ausflügen in andere Kulturen, die ich sehr spannend finde (z.B. arabische oder indische Küche), von der ich aber leider sehr wenig verstehe.